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"Gute" Vorsätze...

... habt ihr sicherlich - wie wohl die meisten Menschen - auch für das neue Jahr.

Es ließe sich sicherlich darüber streiten, was "gute" Vorsätze sind bzw. wann ein Vorsatz überhaupt "gut" ist. Richten wir uns nach Epikur und sagen "gut ist, was Lust bereitet" oder halten wir uns lieber an Kant und bezeichnen solche Vorsätze als "gut", deren mit ihnen verbundenen Maximen jederzeit zugleich als allgemeines Gesetz gelten könnten?

Wie auch immer - auf jeden Fall werdet ihr euch bei euren Vorsätzen irgendetwas gedacht haben. Etwas, das so wichtig gewesen sein muss, dass ihr damit das neue Jahr beginnt. Ich wünsche euch für das neue Jahr, dass ihr die notwendige Konsequenz habt, um eure Vorsätze auch umzusetzen.

Seien wir mal ehrlich: Die meisten Schüler haben mehr als einmal pro Jahr "gute" Vorsätze. Neben den Vorsätzen für das neue (Kalender)Jahr gibt es meistens noch "gute" Vorsätze für das neue Schuljahr. Bei vielen gibt es auch noch "gute" Vorsätze für das neue Halbjahr und bei einigen gibt es auch "gute" Vorsätze für ein neues Quartal. Und dann gibt es noch die "guten" Vorsätze nach einer vielleicht nicht so ideal gelaufenen Klausur oder Klassenarbeit.

Ich finde es gut, dass ihr euer Lernverhalten und eure Arbeitsweise immer wieder reflektiert und daraus Vorsätze für die Zukunft ableitet! Das macht euch zu denkenden und eigenverantwortlichen Menschen!

Schade finde ich, dass ihr häufig so inkonsequent bei der Umsetzung eurer Vorsätze seid. Zu Beginn eines neuen Schuljahres, Halbjahres oder Quartals - oder nach einer zurückgegebenen Klausur - stelle ich häufig mit Freude fest, wie viel motivierter und engagierter ihr plötzlich seid. Dann macht es Spaß, mit euch zu diskutieren und zu sehen, wie kreativ ihr seid! Leider lässt diese Euphorie aber häufig sehr schnell wieder nach.

Warum bleibt ihr nicht konsequent? Ihr habt euch doch etwas dabei gedacht, bei euren Vorsätzen. Sind diese Gedanken und Beweggründe plötzlich nichts mehr wert? Warum verfallt ihr so schnell wieder in Verhaltensmuster, die ihr bei genauerer Reflexion als nicht "gut" und somit als verändernswert ausgemacht habt?

In diesem Sinne: "Habt Mut, euch eures eigenen Verstandes zu bedienen!" (Kant) - und betrügt euch dabei nicht selbst. Alles Gute für das neue Jahr!

2.1.11 17:02, kommentieren

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Da ist er...

... - mein Blog!

Oft bin ich gefragt worden: "Warum bloggen Sie nicht?" oder auch "Wann bloggen Sie wieder?". Oftmals muss man sich eben einfach einen Ruck geben und jetzt war es eben soweit.

Doch warum "philos-sophia" - komischer Name, oder? Nun, diejenigen, die mich kennen (und gut aufgepasst haben ) wissen warum. Den anderen will ich es kurz erklären.

"Philos" und "sophia" sind Begriffe altgriechischer Herkunft. "Philos" bedeutet soviel wie Freund oder Liebe, "sophia" ist das Wissen oder die Weisheit. Zusammengesetzt entstammt daraus der Begriff "Philosophie", also die Freundschaft zum Wissen.

Es würde wohl etwas hochtrabend klingen, wenn ich mich als Philosophin bezeichnen würde, aber eine Freundin des Wissens (das klingt doch gleich viel sympathischer) bin ich auf jeden Fall. Meine Leidenschaft habe ich deshalb auch gleich zum Beruf gemacht und bin Philosophie-Lehrerin geworden.

Aus dem häufig (und gerne noch häufigeren) regen Gedankenaustausch mit meinen SchülerInnen entstand irgendwann die Idee zu einem Blog. Immer öfter kam nämlich im Unterricht die Frage auf "Frau XY, was denken Sie eigentlich darüber?". Da ich - wie viele Anhänger meiner Leidenschaft - auf diese Frage antwortend gerne dazu neige ... nun ja ... auschweifend zu monologisieren, bleibt dazu im Unterricht natürlich nicht viel Raum. Für meine SchülerInnen war das Urteil klar: "Sie brauchen einen Blog!".

Hier ist er nun also - viel Spaß damit!

29.12.10 12:46, kommentieren